Geschichte
Nach drei kurz aufeinanderfolgenden Sturmfluten in den Jahren 1509, 1510 und 1511 hatte sich der Jadebusen bis nach Horsten, Friedeburg und Steinhausen vergrößert. Ellens lag als Insel mittendrin. Die Willehaduskirche in Ellens, 1190 erstmals erwähnt, ging in den Fluten zwar nicht unter, wurde aber stark in Mitleidenschaft gezogen. Das Gestühl verbrannte. Was vom Mauerwerk stehen geblieben war, wehte 1590 ein Sturm um.
Das Salzwasser aus dem Meer mischte sich mit dem Wasser aus den Flüssen. Durch den moorigen Untergrund verfärbte sich das Wasser dunkel, d.h. es wurde brackig. Daher bekam das Schwarze Brack seinen Namen.
Als das Jeverland 1575 nach dem Tod von Fräulein Maria von Jever zu Oldenburg gehörte, musste Graf Anton Günther einen Weg finden, um eine sichere Verbindung zu seinem nördlichsten Landesteil zu finden. Der einzige Landweg führte westlich des Schwarzen Bracks über ostfriesisches Hoheitsgebiet. Und mit den Ostfriesen war nicht gut Kirschen essen. Immer wieder versuchten sie, Jever in Besitz zu nehmen.
Zwischen 1596 und 1615 entstand der Ellenser Damm, der das südlich gelegene Oldenburger Land mit dem Jeverland im Norden verband. Durch den Bau von Entwässerungssystemen (Sielen) und durch weitere Eindeichungen wurde das Schwarze Brack trockengelegt.
Das Steinhauser Siel entstand 1596. Der Ort wurde infolge dessen zum Seehandelsplatz, verlor jedoch im Zuge der weiteren Deichbauarbeiten wieder an Bedeutung. In Ellenserdammersiel entstand in den Jahren 1717 bis 1732 eine Doppelsielanlage mit Hafen. Bis zum Ersten Weltkrieg wurden hier jährlich 15 bis 20 Millionen Klinker aus der Friesischen Wehde verschifft.








